Mannschaftszeitfahren 2011

Wesuwe

Datum: 07.08.2011

Mannschaftszeitfahren 2011 in Wesuwe

 

MZF: Immer wieder eine harte Nummer…

Auch in diesem Jahr richtete die Radsportabteilung des FC Wesuwe wieder ihr berühmt „berüchtigtes“ Mannschaftszeitfahren aus. Vorab schon mal ein herzliches Dankeschön an Theo Fischer und sein Team. Die Vereine die mitgemacht haben, wissen euer Engagement zu schätzen. Die, die nicht da waren, haben was verpasst. Alles war prima organisiert. Mit richtigem Einschreiben wie bei den Profis, pünktlichen Starts, begeisterungsfähigem Publikum und sogar das Wetter spielte mit. Wenn nur der Wind nicht gewesen wäre…

Die Regeln für das MZF sind klar und einfach. Vier Fahrer bilden ein Team. Treten bis der Arzt kommt und nach dem dritten Fahrer einer jeden Mannschaft wird die Endzeit genommen. Start war mitten in Wesuwe beim Gasthof „Zur Post“. Von hier aus Richtung Altharen. Um den Kreisverkehr und zurück durch Wesuwe nach Versen. Dort ebenfalls um den Kreisverkehr und wieder zurück nach Wesuwe. Und das Ganze bitteschön zweimal (aber ohne Halbzeitpause..…). Macht rund 37 Kilometer Vollgas. Darin enthalten also vier Umrundungen der Kreisverkehre und…. schlimmer noch. Auch vier Überquerungen der B 402. Viele wussten vermutlich gar nicht dass Brücken im Emsland so hoch sein können. Das tut beim letzten Mal dann schon verdammt weh wenn da drüber gedrückt werden muss.

Wochen vor der Veranstaltung konnte der Haselünner SV gar keine richtige Truppe zusammen bekommen da die Startzusagen doch mehr als schleppend kamen. Einigen musste doch mit ein wenig Nachdruck zu „ihrem Glück“ verholfen werden. Aber welch Wunder. Am Vortag plötzlich, waren es auf einmal gar zwei Mannschaften die wir an die Startlinie schicken konnten.

Für den HSV I waren Winnie Hacke, Matthias Strotmann und unsere Wettkandidaten Guido Hengemühle und Dirk Mimjähner vorgesehen. Ausgerüstet mit gutem Material haben die sich schon einiges ausgerechnet. Genaue Absprachen wer an welcher Position fährt, wie und wann abgelöst wird, gehörte im Vorfeld genauso dazu wie das Trainieren auf der Strecke unter der Woche. Aber wie das manchmal so ist. Zuerst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech hinzu. Wie man hörte war die Harmonie beim Ablösen nicht immer topp und zu allem Unglück legt sich Dirk in Wesuwe nach einer kleinen Unachtsamkeit auch noch recht unsanft auf den Hosenboden. Kapitaler Sturz in die Rabatten und damit das Aus für ihn. Gott sei Dank ist ihm nichts schlimmeres passiert. Aber knapp die Hälfte der verbleibenden Distanz musste HSV I nun mit nur noch drei Mann auskommen. Klarer Nachteil. Mit einer Zeit von 55:09 Min. landeten unsere Jungs gut dreieinhalb Minuten hinter dem Siegerteam von Vorwärts Nordhorn I auf dem 4. Platz. Aber sind wir ehrlich. Auch mit kompletter Mannschaft hätten wir Nordhorn heute das Wasser nicht reichen können. Die waren wirklich gut...., zu gut.

HSV II fand sich erst am Samstag vor dem Start zusammen. Bedingt dadurch dass Michael Josch (verletzungsbedingt) kurzfristig einen Triathlonwettkampf absagen musste und nun fürs MZF zur Verfügung stand, wurde mit ihm, Jörg Hengemühle, Robert Thünemann und Willi Schulte noch schnell eine weitere Mannschaft „zusammengezimmert“. Robert und Willi waren gesundheitlich zwar auch noch nicht wieder ganz fit und vorher trainiert werden konnte auch nicht mehr. Aber sch… was drauf. Getreu dem Motto: „Wer antritt kann verlieren, wer nicht antritt hat schon verloren“, stellten wir uns um 13:00 Uhr als erstes von acht Teams an die Startlinie. Runter zählen auf Null und ab geht die Post. Klar war, dass Michael (kann zwar noch nicht wieder gerade laufen und am Tag zuvor hatte er im Gelände auch noch eine, nach eigenen Angaben, heftige „Brenn-Nesselkur“ mitmachen müssen, sprich: locker vom MTB abgestiegen) die Hauptlast würde tragen müssen. Mit Rückenwind die ersten Kilometer bis nach Altharen. Tacho knapp unter 50 km/h. Super. Das läuft!! Aber oh schreck. Nach dem Durchfahren des KV in Altharen gibt es logischerweise den erwarteten Gegenwind. Und der ist nicht ohne. Im Gegenteil. Der Wind ist so heftig dass die Geschwindigkeit aber so was von in den Keller rauscht. 38,37,36. Manchmal unter 35 km/h. Man hat das Gefühl, die Gruppe steht. Gut nur, dass alle Teams dieses Gegenwind-Schicksal erleiden müssen. Jetzt heißt es: Dran bleiben, klein machen und schneller wechseln. Robert tritt, trotz großem Trainingsrückstand, so hart, dass es hinten fast schon wieder eng wird. Michael fährt, wie besprochen, die längsten Führungen und Jörg und ich geben auch alles was wir haben. Dickes Lob aber speziell an Michael, der absolut für die Mannschaft fährt. Gerade so schnell dass hinten keiner „fliegen“ geht. Aber auch nicht zu langsam, so dass die Zeit dann doch noch einigermaßen passabel ist. Platz 5 mit 55:55 Minuten. Den RSV Leer (mit einer Dame am Start!!) und beide Wesuweer Mannschaften deutlich hinter uns gelassen. Wir müssen zufrieden sein. Richtig Spaß haben jedes Mal die Kilometer von Versen Richtung Altharen gemacht. So mit über 45 km/h viele Kilometer in einer homogenen Truppe dahin zu rauschen ist schon echt g…. Das ist Adrenalin pur. Ach ja, das Beste waren die jeweiligen Ortsdurchfahrten von Wesuwe. Dank unserer großen Anhängerschar war der Lärm jedes Mal so groß, dass trotz größter Anstrengung Gänsehaut bei uns Fahrern aufkam. Mit Ratschen, Tröten und Gejohle wurden wir immer wieder angespornt. Danke dafür! Sicherlich lag das Tempo aller Mannschaften im Ort immer einen „Tacken“ höher als unterwegs.

Schön war es, Spaß hat es auch gemacht. Aber warum tut man sich diese Schinderei eigentlich an? Denn nichts anderes als pure Quälerei bedeutet es, eine knappe Stunde am Limit zu fahren. Irgendwer meinte einmal: „Es ist soooo schön, wenn der Schmerz nachlässt….“ Ja, das ist es wirklich. Aber auch das tolle Gefühl, über die Ziellinie zu fahren und einfach nur zu wissen: GESCHAFFT!!

Alle Bilder vom MZF findet Ihr hier: Bilder Mannschaftszeitfahren 2011

Willi

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