Lohne Nordsee Marathon

Willí war dabei!

Datum: 02.07.2011

Lohne-Nordsee-Lohne

Zum 16. Mal fand am 02.07.11 der Nordseemarathon Lohne-Nordsee-Lohne des RSC Lohne statt. Oder anders gesagt: 320 Kilometer Anlauf für ein Weizen... Eingeladen zu diesem im geschlossenen Verband zu fahrenden Marathon
waren auch interessierte Radler aus anderen Vereinen. 28 Männer und 4 Damen standen letztlich am Start. Bekannte Gesichter aus Rütenbrock sind dabei. Auch Johannes Düsing mit seinen Steinbeckern ist da. Aber auch der Haselünner SV war präsent, wenn auch nur mit einem äußerst äußerst überschaubaren Trupp.

Es sollte ein langer Tag werden. Der Wecker hatte bereits um 04.00 Uhr geklingelt. Rad ins Auto gepackt und ab nach Lohne. Einschreiben um 05.00 Uhr. Und pünktlich um 05.30 Uhr rollen wir ganz unspektakulär raus aus Lohne gen Norden. Es ist trocken, aber es sind nur 10 Grad. Ganz schön wenig für Anfang Juli. Mit den Tempomachern oder besser gesagt mit den Tempokontrollierern des RSC Lohne immer vorneweg, fährt die Gruppe bei leichtem Gegenwind bis zur ersten Verpflegungsstelle nach Brual. Pünktlich um 08.00 Uhr treffen wir dort ein und haben die ersten 80 Kilometer hinter uns. Hinten im Feld vergeht die Zeit bis hier wie im Flug. Ein bisschen plaudern, Landschaft angucken, ein bisschen treten usw.. Die guten Geister des RSC halten in Brual wie gewohnt die berühmte Lohner 5 Sterne Verpflegung für Radfahrer bereit. Alles ist schon fertig aufgebaut. Der Kaffee ist heiß und die Fressalien lecker. An alles ist gedacht. Nur auf- und absteigen müssen wir selber. Ob der frischen Temperaturen halten wir uns aber nicht zu lange auf. Weiter geht’s. Schließlich warten am Wendepunkt in Greetsiel die extra aus Lohne herbeigeschafften Spaghetti auf uns. Also treten, treten treten… Das Rote Kreuz sichert die Gruppe nach hinten ab und hat, Gott sei Dank, ansonsten nicht zu tun. Am hilfreichsten ist aber der ungemein fixe Motorradfahrer der uns begleitet und uns an Kreuzungen Sicherung gibt und uns zur freien Fahrt verhilft. Er ist den ganzen Tag um uns herum und dermaßen aufmerksam, dass er uns sogar vor überfahrenen Igeln und Hasen warnt. Echt klasse der Mann. Aber auf dem Weg zur Nordsee wird der Gegenwind deutlich stärker. Man kann durchaus von einer richtig steifen Brise sprechen. Den Führungsfahrern (die fahren wie ein Uhrwerk)  scheint das aber nichts auszumachen. Der Tacho zeigt immer noch weit über 30 km/h an. Um 10.45 Uhr in Greetsiel angekommen hat der Voraustrupp das Spaghettimenü schon aufgebaut. Nach 150 km tut das jetzt richtig gut. In einer alten Halle wird das leckere Nudelgericht fix herunter geschlungen. Die Trinkflaschen gefüllt und ade du gute Nordsee. Das Weizen in Lohne ruft... Aber noch warten 170 Kilometer Rückweg auf uns. Langsam schmerzt der Rücken und der Nacken. Aber egal. Denn nun ist Rückenwind angesagt. Mit 35 bis 40 km/h brausen wir wieder Richtung Süden. Die Durchfahrt von Emden hält ein wenig auf aber dafür sieht man mal was anderes als Wiesen und Windräder. Emder Hafen, das „Otto Hus“. Alles so aus den Augenwinkeln, denn aufpassen sollte man gerade in der Stadt. Wäre auch zu peinlich wenn man sich gerade hier aufs Pflaster legen würde. Unsere Gruppe scheint durchaus Eindruck zu machen. Es wird gewunken. Vereinzelt wird uns sogar von Passanten applaudiert. Eine heruntergelassene Bahnschranke und die hochgeklappte Jan-Berghaus-Brücke stoppen gar für kurze Momente unsere Fahrt. Macht aber nichts, mal absteigen und ein bisschen Dehnen tun nach über 200 km auch ganz gut. Trotzdem kommen wir schnell voran. „Die Siebzehn-Uhr Marke könnten wir diesmal knacken“ hört man den einen oder anderen Insider sagen. „So schnell waren wir noch nie, das könnte ein neuer Rekord werden“ sagen andere. Daher fallen auch die letzten Stopps, wieder in Brual, und an der Mersmühle in Haren, kurz aus. Vielleicht sind es aber auch die immer noch kühlen Temperaturen die uns treiben. Und natürlich das Weizen… Also weiter kurbeln. Die Gespräche werden langsam auch einsilbiger. Aber nach so vielen Stunden im Sattel ist das kein Wunder. Irgendwo bei Haren fällt die 300 Kilometermarke. Das Ziel rückt näher. Und tatsächlich schaffen es die Tempomacher, um zwei Minuten vor Fünf in Lohne ein Punktlandung hinzulegen. Bestzeit! Applaus von einigen wartenden Angehörigen. Auf einem Schild steht: „Papa ist der Beste“… Ich war nicht gemeint…. 320 Kilometer in genau 10 Stunden Fahrzeit macht einen Schnitt von 32 km/h und alle sind gemeinsam angekommen. So geht Rad fahren! Jetzt aber schnell das mehr als verdiente Weizenbier. Alkoholfrei versteht sich… oder auch nicht. Hauptsache es schmeckt. Danach gibt’s noch ein leckeres Grillbüfet mit wirklich allem was dazugehört. Perfekter Abschluss! Vermutlich habe ich heute ein paar Pfunde zugenommen, aber was soll’s.

Fazit: Ein topp organisierter Nordseemarathon mit netten Leuten. Prädikat: Unbedingt zu empfehlen! Danke nach Lohne und viel Glück bei Paris-Brest-Paris. Für euch war’s heute bestimmt nur ein Sprint.

Ein paar Bilder gibt's hier!

Willi

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