RTF Papenburg 2011

Sonntag 6:55 Uhr, auf geht's!

Datum: 27.06.2011

Hümmlingklassiker

Am Sonntag, 26.06.11 hatten die Papenburger Radfreunde um Hermann Sinnigen zur RTF in die längste Stadt Deutschlands eingeladen. Vorab sei gesagt. Tolle Strecke (eines Klassikers würdig) und prima organisiert. Wir HSVer wollten da nicht fehlen und machten uns mit elf männlichen (Eddy, Michael, Matthias, Jörg, Guido, Winnie, Alfons, Frank, Robert, Karl-Heinz, Willi) und zwei weiblichen (Inka und Andrea) Akteuren um 07.00 Uhr mit dem Rad über Lähden, Hüven, Eisten, Sögel, Werpeloh, Börger, Surwold nach Papenburg. Rund 55 entspannte Kilome-ter im 30er Schnitt. Zeit zum einrollen und warm werden. Dabei war es gar nicht kalt, dafür Waschküchenwetter. Hohe Luftfeuchtigkeit und leicht diesig. Nach und nach wurde es aber sonniger, aber die Schwüle blieb. Die Schweißdrüsen mussten Schwerstarbeit leisten. 

Um 08.40 war Papenburg erreicht. Flink die Startgebühr bezahlt, halbes Brötchen im Stehen dahinter geschoben. Für Kaffee war keine Zeit denn wir wollten den Start um 09.00 Uhr nicht verpassen. Teil Eins unseres Planes hatte funktioniert, nämlich ruhig mit allen HSV-Fahrern nach Papenburg rollen. Plan Zwei sah so aus: Mit dem Startschuss sucht sich jeder von uns „seine“ passende Geschwin-digkeitsgruppe. Die einen ruhiger die anderen flotter. Jeder so wie er es mag. Möglichst bis zum südlichsten Zipfel der RTF-Runde in Stavern im „Rennen“ bleiben, dort nach 65 RTF-Kilometern ausklinken und nach Hause „ausfahren“.

09.00 Uhr: Nach kurzer Worten und einer „Guten Fahrt“ vom Organisator ist die Strecke frei und die wilde Hatz kann beginnen. Bekannte Gesichter aus Dörpen, Emden und Leer ringsherum. Und die üblichen Verdächtigen machen auch gleich richtig Dampf. Noch nicht ganz aus Papenburg raus geht der Tacho schon verdächtig nahe Richtung 40 km/h. Die ersten 10 Kilometer sind trotzdem noch die Entspanntesten, fährt das Peloton zwar rasant aber auf schnurgerader Straße Richtung Küstenkanal und dann nach Surwold. Hier die erste kleine Prüfung. Die „Serpentine“ an der Bergstraße fordert schon ziemlichen Druck auf das Pedal. Gott sei Dank ist diese kleine Steigung nicht so lang so dass sich der Puls wieder beruhigen kann. Der HSV ist mit sechs Fahrern in der Spitzengruppe vertreten. Nicht schlecht. Nun geht das Rennen ins „Schießgelände“ der Erprobungsstelle. Kleine Sträßchen mit vielen engen Kurven. Holpriger Pflasterklinker wechselt mit tollen Asphalt. Höchste Konzentration bei höchster Geschwindigkeit. Vor allem die Fahrer von „Sprinter Emden“ machen richtig Alarm. Die Nadel ist nun kaum noch unter 40, vielmehr immer häufiger weit drüber. Der alte Fuchs Hermann Sinnigen hat zudem noch wirklich jede „Schüppe Sand“ des Hümmlings in die prima ausgeschilderte Route eingebaut. Mit der Zeit tun dann auch diese Hügelchen richtig weh. Mit den vielen Richtungswechseln und dem immer wieder antreten müssen, wird aus dieser RTF ein richtig gutes und intensives Intervalltraining. Börger, Werpeloh und immer wieder ins Schießgelände rein. Bis kurz vor Wippingen und dann in der Nähe von Lathen rüber auf die Panzerstraße. Jetzt heißt es: Auf die Zähne beißen. Einmal noch alles geben und mit 46 den „Kahlen Hügel“ hochgebrettert. Dann noch einmal richtig drauflatschen am Staverner Sportplatzberg und schon ist die rettende Kontrolle erreicht. Wurde aber auch Zeit. Wie viele andere auch hatte ich „Flasche leer“ und bei diesen Temperaturen muss unbedingt flüssige Nahrung nachgeschoben werden. Mit fast 39 km/h sind wir rund 70 RTF-Kilometer von Papenburg kommend kreuz und quer über den Hümmling gebraust. Nur gut dass wir jetzt nach Hause abdrehen können. Aber was ist das? An der Kontrolle wartet schon der Rest unserer HSV-Truppe und ruft uns ein: „Wird aber auch Zeit dass ihr kommt….“ entgegen?! Merke: Geschwin-digkeit ist eben nicht alles. Mit Köpfchen muss man fahren. Ich fühlte mich aber schon ein bisschen in die Geschichte vom „Hasen und dem Igel“ versetzt….. Aber so war der HSV plötzlich wieder komplett, als wäre es so geplant gewesen.

Und so konnte dann auch Teil Drei unseres Planes gelingen. Alle hatten hoffentlich zwischendurch ihren Spaß gehabt und nun konnten wir tatsächlich mit alle Mann (und Frau) gemeinsam über Stavern, Apeldorn, Lohe in aller Ruhe nach Hause pedalieren. Viel besser geht’s doch nicht. Um 11.30 Uhr in Lahre angekommen waren 144 km runtergekurbelt. Zeit für eine Erfrischung. Bei Radler, Cola und Wasser wurde der „Hümmlingklassiker“ auf Willi’s Terrasse noch einmal intensiv durchgekaut.

Alle Fotos findet hier hier!

Willi


 

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