25 Jahre HSV-Radsport

Jubiläumswochenende vom 22.-24.06.2018

Datum: 30.06.2018

25 Jahre HSV-Radsport

Sollte es tatsächlich schon ein Vierteljahrhundert her sein, dass sich Josef Poll, Eddy Bethke und Ernst Plenz im März 1993 in der damaligen HSV-Vereinsgaststätte Theo Esders zusammengehockt haben und eine Radsportabteilung innerhalb des Haselünner SV gegründet haben, in der Eddy Bethke in „geheimer Wahl !“ mit Hilfe von Bierdeckeln zum ersten Radsportabteilungsleiter gewählt wurde? Wo ist die Zeit geblieben und was ist in diesen 25 Jahren nicht alles passiert? Damals setzten wir uns noch auf einen Stahlrahmen und der Renner wog in der Regel deutlich mehr als 10 Kilogramm. Heute wiegt ein Rennvelo keine 8 Kilo mehr und der Werkstoff Carbon ist auch im Hobbybereich das Maß der Dinge wenn es darum geht mit einem schicken und schnellen Flitzer die Trainingskameraden zu beeindrucken. Konnte man damals noch für 1000 D-Mark ein gutes Rennrad bekommen schiebt man heute nicht selten etliche tausend EUR über den Ladentisch. Machten wir damals eine Tagesausflug nach Ankum zum Eis essen, wird die gleiche Runde heute an einem Trainingsabend (und das Training beginnt erst ab 18.15 Uhr) absolviert… ohne Eis essen, versteht sich.

Und doch ist eines all die Jahre immer gleich geblieben. „Die Freude am Radfahren“, wie unser aktueller Spartenleiter Jörg Hengemühle in dem Jubiläumsbericht vom 30. Juni in der Meppener Tagespost, zitiert wurde. Und wenn auch die sportliche Komponente in den letzten Jahren mehr an Gewicht bekommen hat (am Ende einer Trainingsrunde steht nicht selten eine Durchschnittsgeschwindigkeit jenseits der 35 km/h) gibt es sie noch, die schönen und entspannten Touren bei einem Stundenmittel von ca. 30 Kilometern in der Stunde. Was gibt es schöneres als in früher Morgenstunde, wenn die Natur erwacht, zwei drei Stunden durch die Natur zu radeln. Im Idealfall mit einer Gruppe Gleichgesinnter. Erinnert sei aber auch an die herrlichen Gruppenfahrten der vergangenen 25 Jahre, ob St. Flour, Paris, Stuttgart, Berlin, Valkenburg, Düsseldorf usw.. Radsport schärft die Sinne und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Dass in unserer Abteilung auch dem Mountainbikesport und dem Triathlon gefrönt wird, sollte hier Erwähnung finden. Dadurch hat sich das sportliche Radfahren im HSV längst zu einem Ganzjahres- und auch Ganzkörpersport etabliert.

25 Jahre Radsport innerhalb des Haselünner SV galt es somit in diesem Jahr zu feiern. Wir haben uns alle sehr auf das Wochenende vom 22.-24. Juni 2018 gefreut. Hierzu haben wir uns Radsportfeunde vom „Wielerclub Wilhelmina“ aus Eindhoven eingeladen. Unsere niederländischen Freunde waren zu einem Gegenbesuch in unserer Korn- und Hansestadt. So konnten wird uns für ein herrliches Radsportwochenende im Jahr 2016 in Eindhoven revanchieren.

Selbstverständlich standen an diesem Wochenende die Radsportaktivitäten im Vordergrund, galt es doch in drei Tagen mit vielen Radsportler/innen rund 300 Kilometer in ruhigem Tempo abzuspulen. So wurden am Freitagnachmittag rund 80 Kilometer mit 27 Teilnehmern, am Samstag ca. 140 km mit 42 Personen und am Sonntagvormittag noch einmal 80 Kilometer mit 40 Radsportverrückten auf die Straße „geknallt“. Das uns ausgerechnet der Wettergott an diesem Wochenende nicht unbedingt hold war… pah, was solls. Das Tempo wurde so gewählt, dass wirklich jede/r ohne Probleme mithalten konnte. Unsere Freunde aus Eindhoven waren begeistert von der herrlichen Landschaft des Emslandes und der Umgebung. Die „Königsetappe“ am Samstag über Gersten, Langen, Andervenne, Fürstenau, Bippen, Klein Bokern, Eggermühlen, Merzen, Westerholte, Alfhausen, Ankum, Berge, Herzlake, wurde von zwei Verpflegungstops an der Wassermühle in Eggermühlen unterbrochen. Hier warteten Angelika Schwindeler, Sandra Hengemühle mit Mathis und Andrea Schulte und reichten Kaffee und Kuchen, welche netterweise von den weiteren Radsportmitgliedern bzw. deren Frauen zuvor gebacken wurden. Ein rundum gelungener Radsporttag der, wie alle anderen Touren auch, sein Ziel auf dem schönen und restaurierten, leider immer noch von Autos zu befahrenen Haselünner Markt, bei der „Ziege“, fand.

Das absolute Highlight fand dann am Samstagabend im Haselünner Heimathaus statt. Die „Haselünner Radsportnacht“ wird sicherlich noch vielen lange in Erinnerung bleiben. Das herrliche Ambiente bildete den passenden Rahmen für eine tolle Party. Besonders zu erwähnen sei die Herrichtung der Räumlichkeiten. Hier hatte unser aktueller Radvorstand um Jörg und Guido Hengemühle, Frank Leigers und Dirk Mimjähner wahrlich ganze Arbeit geleistet, glich doch das „Büterhaus“ mit historischen Radsportbildern, Trikots und Rennrändern, tatsächlich einem Radsporttempel. Das für jeden geladenen Gast ein Schokotaler mit dem Vereinssymbol auf dem Tisch lag und eine Tombola mit sehr hochwertigen Preisen organisiert wurde, rundete eine perfekte Fete ab. Bei Musik und Tanz ging es bis in die frühen Morgenstunden… und wenig später auch schon wieder aufs Rennrad, standen doch am Sonntagvormittag noch einmal abschließende 80 km, „rund um die Welt“, auf dem Programm.

Hier, wie auch an den Tagen zuvor, bewiesen Inka Strotmann, Andrea Mimjähner, Janneke Wijnhoven und die drei weiblichen Teammitglieder des Wielerclub Wilhelmina aus Eindhoven, das Radsport längst keine ausschließliche Männerdomäne mehr ist.
Bleibt festzuhalten, dass wir ein unvergessliches Radsport-Wochenende mit ganz lieben Gästen aus Eindhoven verbringen durften, bei dem das Radfahren wie auch das Partygeschehen nicht zu kurz gekommen sind……und doch… wäre einer gerne dabei gewesen der es leider nicht mehr erlebt hat. Unser lieber Ernst Plenz, Gründungsmitglied eben dieser Abteilung, ist am 26. April für immer von uns gegangen. Ernst war mit dem Rad unterwegs und es kam in Folge eines Schlaganfalls zum Sturz. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen ließen zuerst noch Hoffnung aufkommen doch letztlich blieben sie ohne Erfolg. Die HSV-Radsportgruppe trauert um einen lieben Menschen der mitten im Leben stand und völlig unerwartet gehen musste. Sein Tod hat uns über alle Maßen betroffen gemacht und lässt uns irgendwie ratlos zurück. Seine humorvorvolle und originelle Art bleibt uns alle in Erinnerung. Wir werden Ernst nicht vergessen.
30.06.2018 (W.S.)

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