Tour zur Tour de France

Bericht aus der HSV Mit 02/2017

Datum: 01.08.2017

Von der "Tour" zum Start der Tour de France in Düsseldorf 2017

Am 23.07.17 endete in Paris die 104. Austragung der Tour de France mit dem verdienten Sieger der Gesamtwertung Chris Fromme.  Er hatte sich in 21 unerwartet packenden Etappen mit einem Vorsprung von 54 Sekunden gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Es wurde von den Profis  großer Radsport geboten. In jeder Etappe wurden taktische Raffinessen im Kampf um Sekunden angewandt. Von Langweile oder großer Dominanz einzelner oder eines Teams keine Spur, wenn auch das Sky-Team um Chris Fromme einen starken Eindruck hinterließ.


Wie schon in der lokalen Presse berichtet, machte sich das Team der Hobbyradler des HSV am 31.07.17 mit dem Rennrad auf den Weg nach Düsseldorf, um beim Start der Tour de France live als Zuschauer an der Strecke dabei zu sein und das "Tourfeeling"  zu erleben.  In zwei  Etappen von Haselünne nach Kamp-Lintfort (190 Km) und am nächsten Tag von dort nach Düsseldorf (45 Km) wurden die Distanzen bewältigt. Zum Start auf der Plesse hatten sich die 23 Pedaleure 22 HSV-er, 1 Gastfahrer, 2 Mitglieder des Versorgungstrupps und eine Vielzahl von Angehörigen  eingefunden. Da das Team erstmals im neuen Outfit auftrat, waren auch die Trikotsponsoren eingeladen und mit  kleinen Präsenten bedacht worden. Nach einem obligatorischen Foto mit den Sponsoren für die Presse ging es bei bedecktem, aber trockenem Wetter endlich los.
Die Wegstrecke war für die erfahrenen Scouts Willi Schulte und Guido Hengemühle mit Unterstützung von "Garmin" (Navi für Radler) kein Problem. Waren wir in der Vergangenheit doch schon mehrfach zu Radsportgroßereignissen in die südwestliche Richtung aufgebrochen. Natürlich hatten die Scouts nichts dem Zufall überlassen und die Routenführung vorher mehrfach inspiziert, verfeinert und "abgespeichert".


Wegen einer angedrohten Regenwahrscheinlichkeit von 95 % im Emsland hatte Willi seine "kommunalen Kontakte" genutzt und den ersten Verpflegungsstopp in Salzbergen kurzerhand auf ein Schulgelände verlegt, um sich gegebenenfalls unterstellten zu können. Dank an den Hausmeister der Schule in Salzbergen, Herrn Schüring, der seine Ferien für uns kurzfristig unterbrach. Willi überreicht ihm vor der Weiterfahrt ein kleines Präsent. Ach ja, es hat überhaupt nicht geregnet.
Weitere Stopps wurden bei Km 96 und 140 eingelegt. Bei Km 150 wurde der Rhein in Wesel überquert und die letzten Kilometer absolviert. Nach 6 Std. und 40 Minuten Fahrzeit war das Ziel, ein 4 Sterne Hotel in Kamp-Lintorf, erreicht. Der ab dem Mittag zunehmende, böige Südwestwind hatte den "Zeitplanung"  leicht nach hinten verschoben. Auch in unserem Team hatten wir "Edelhelfer",  die sich lange Zeit als "Windbreaker" einspannten und die Führungsarbeit übernahmen. Danke dafür von den "Hinterradartisten".


Gleich nach dem Verteilen der Zimmerschlüssel, Unterstellen der Sportgeräte wurden bei bestem Wetter erste Erfrischungsgetränke auf der Terrasse des Hotels eingenommen. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Abendessen und weiteren Getränken, die wieder auf der Terrasse gereicht wurden.  Konnten wir am Freitag dem Regen noch entfliehen, so hatten wir am Samstag trotz Startverschiebung um eine Stunde keine Chance. Auf diesem kurzen Teilstück von Kamp-Lintorf nach Düsseldorf über 45 Km bekamen wir nicht nur Regen ab, auch die "Pannenfee" hatte uns verlassen. Nach Durchfahren eines Glassplitterfeldes auf dem Fahrweg hatten wir zeitgleich 3 "Plattfüße" und in der Folge noch 2 weitere und ein folgenloses Sturzereignis zu ertragen. Um das gebuchte Hotel verkehrstechnisch günstig zu erreichen wurde der Rhein in Kaiserswerth mit der Fähre überquert und so die für den Prolog der Tour bereits gesperrten Brücken in Düsseldorf umgangen. 


Durch die Plattfüße und großräumigen Absperrungen der Düsseldorfer Innenstadt verzögerte sich  unser Eintreffen am Hotel "Am Vogelsanger" in Düsseldorf. Vom Orga-Team wurde zügig die Zimmerverteilung, Unterstellen/Verpacken der Räder, Zwischenverpflegung und die Abfahrt zur Rennstrecke mit Straßenbahn geregelt. Ab 14:30 Uhr konnte dann das Tourfeeling an der Rennstrecke bei zunehmenden Regen individuell genossen werden. Zu dem Zeitpunkt befand sich schon eine große Menschenmenge an der Rennstrecke, so dass die ersten 5 bis 7 Reihen am Absperrgitter vergeben waren. Auch der später stark zunehmende Regen konnte die Fans der Tour de France nicht vertreiben. Auf der Rennstrecke kam es zu schweren Stürzen und ersten Ausfällen. Sieger wurde der Brite Geraint Thomes vom Team Sky.


Nach Abschluss des Prologes wurde die längste Theke der Welt in der Altstadt aufgesucht, wo eine niederländische Band auf der Straße spielend, die Zeit bis zur Einnahme des gemeinsamen Essen im Lokal "Im Füchschen" verkürzte. Das dort ortsübliche Speisen und Getränke konsumiert wurden, bedarf eigentlich keiner Erwähnung.
Nach einer individuell gestalteten Nacht wurde am Sonntagmorgen fußläufig vom Hotel die Jülicher Straße in Düsseldorf aufgesucht, um dort den Tour-Tross mit Werbekarawane, Begleitfahrzeugen, Motorrädern der Medien/Polizei, und natürlich das Fahrerfeld zu bestaunen. Wieder war eine große Menschenmenge an der Rennstrecke. Diesmal waren wir aber früh genug, um einen guten Platz und Sicht zu haben. Die Planer der Touretappe meinten es gut mit uns, weil das Feld an der Stelle aus der Stadt raus und nach ca.  1 Stunde wieder zurück kam. Die Etappe von Düsseldorf endete in Lüttich mit dem Sprintsieger Marcel Kittel. In den späteren Interviews zeigte er sich tief beeindruckt von den Zuschauermaßen in Düsseldorf und an der Strecke über Aachen nach Belgien.  Auch mich hat der enorme Zuschauerzuspruch überrascht. Es war ein tolles Erlebnis, wieder mal live dabei gewesen zu sein.


Von den "Werktätigen" wurde nach Durchrauschen des Fahrerfeldes und des "Besenwagens" mit der Bahn oder Begleitfahrzeug, je nach Einteilung durch das Orga-Team, die Heimreise angetreten. Eine 8-köpfige Gruppe von "Ruheständlern" blieb noch vor Ort und verfolgte  die Etappe mit  der Zielankunft in Lüttich auf Großbildleinwänden in den " Kasematten" direkt am Rhein.  Nass sollen sie von oben nicht geworden sein.


Für diesen Personenkreis ging es am Montag mit dem Rennrad von Düsseldorf zum Zwischenziel Rees am Rhein. Nach 96 km wurde bei bestem Wetter das Ziel erreicht.  Am Folgetag mussten von der Gruppe nochmals 162 km absolviert werden, um nach Haselünne zurück zu kehren.
Im Garten von Hucke Schwindeler wurde die "Tour" zur Tour des HSV bei einem Abschlussgetränk und Würstchen entspannt abgeschlossen.


Das Organisationsteam um Willi Schulte, Guido Hengemühle, Eddy Bethke, bedankt sich bei unserem "Präsi" Jörg, der uns im November 2016 die Organisation der Tour aufs Auge gedrückt hatte, Berthold Pfeifer und Bärbel für die selbstlose Unterstützung beim Erstellen der Route der Rücktour, den "HSV-Mitmachern" und Thomas für das disziplinierte, teamorientierte Verhalten während der Veranstaltung und dem großen Zuspruch bei den Trainingsausfahrten an den Sonntagen vor dem Event.
Besonders erwähnt werden müssen hier auch Peter Lohe und Willi Moorkamp, die unser Begleitfahrzeug fuhren / besetzen und an den Verpflegungsstellen für eine "liebvolle Abfertigung" sorgten. Ein Job den keiner von uns gerne macht, weil man ja auf dem Rad sitzen will. Ebenfalls der Cheforganisator der Verpflegung, Frank Leigers, der für radsportgerechte Ernährung (es war kein Gel) während der Tour sorgte.
Werner Tänzler, der kurzfristig zusammen mit Matthias Kenning ein anderes Begleitfahrzeug beschaffte. Natürlich auch alle anderen, die sich in irgendeiner Form eingebracht haben. DANKE!!!


Impressionen der Tour auf den nachfolgenden Bildern.

 

Neues Outfit für die Radsportabteilung

Wie schon zuvor beschrieben und in der Tageszeitung veröffentlicht, wurden die derzeit 43 Mitglieder der Radsportabteilung des HSV mit neuer radsportgerechter Kleidung für den Sommer und Winter ausgerüstet. Holger Willen, unser "Hansdampf in allen Gasen", hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Sponsoren zu gewinnen, das Trikot zu designen, bei qualitativ hochwertig Ware zu einem niedrigen Preis. Eine überaus "sportliche Herausforderung", die er mit großem Engagement erfolgreich bewältigte. Auch engagierte er sich selbst als Sponsor. Von ihm konnten weitere Haselünner Firmen als  Sponsoren gewonnen werden:
MR- Bau, Mauer- und Stahlbetonarbeiten, Inh. Matthias Rolfes,
Getränke Thünemann, Inh. Robert Thünemann,
Kenning Brillenoutlet, Inh. Matthias Kenning,
Willen 24.de Ferienwohnungen, Inh. Holger Willen.
Pünktlich vor dem  Start der "Tour" zur Tour de France, konnte das neue Outfit an die Mitglieder ausgegeben werden.  Lieber Holli, uns ist bewusst, welchen Stress du mit der Trikotbeschaffung hattest und immer noch hast. Wir halten es mit Nicki Lauda und ziehen die Cap. Der Vorstand der Radsportabteilung und die Mitglieder bedanken sich recht herzlich bei allen Sponsoren und besonders bei unserem Holli für das Engagement.


 
Gruppenfoto kurz vor der Abfahrt nach Düsseldorf mit den Sponsoren.

Und sonst noch

Beim Schützenfest der Hubertusschützen in Schleper wurde unserem Radsportkollege Gudio Hengemühle mit seiner Ehefrau Sandra die Ehre zuteil, dem Throngefolge anzugehören. Auch hier "opferte" sich eine Abordnung der Mitglieder der Radsportabteilung und stattet dem Throngefolge einen Besuch im neuen Trikot ab. Der Aufgang zum Thron wurde zünftig von der Kapelle mit dem Titel: "Ja, mir san mit dem Radel da!" begleitet. Wir waren aber Fußgänger. Die Wartezeit vor und nach unserem "Einsatz" auf dem Thron verbrachten wir am Pavillion mit der Aufnahme von Erfrischungsgetränken, um angesichts der Anstrengungen nicht zu dehydrieren. Schön wars!




Bericht Eddx Bethke

Termine

 

 

 

 

» "Termine"

Aktuelles Wetter