Was macht ein(e) Radfahrer(in) im Winter?

Bericht aus der HSV Mit 01/2017

Datum: 21.03.2017

Was macht der Radfahrer im Winter?

Radfahrern ist ja bekanntlich eine Outdoor-Sportart, die ersten draußen stattfindet und zweitens einen wetterabhängigen Spaßfaktor besitzt. Wer bei zwei Grad Außentemperatur, Regen und Starkwind den heimischen Kamin verlassen musste und auf ein Fahrrad gestiegen ist, weiß was ich meine. Sogar die Profis unter den Radlern zieht es, wenn die Herbststürme und Winterkälte in unseren Breiten Einzug halten in wärmere Gefilden. Nun sind die Radsportler des HSV ja mitnichten Profis, müssen damit, Ausnahmen ausgenommen, daheim bleiben und die Winterzeit verbringen bis die ersten Frühlingsboten die wärmere Jahreszeit ankündigen.

Was tun also? Drei Optionen stehen zur Diskussion. Erstens: Fahrrad einmotten, die Wochenenden vorzugsweise auf dem Sofa verbringen und den Wintersportlern, überwiegend den Biathleten, zujubeln. 16 Stunden Liveübertragung pro Wochenende sollten schon reichen, um echte Kenner der Materie zu werden. Problem dabei: Zwar beschäftigt man sich geistig intensiv mit Körperertüchtigung, der eigenen Fitness, gemessen als Body Mass Index oder noch moderner mittels Hip Waist Ratio, tut das eindeutig nicht gut.

Zweite Option: Man verlegt die sportlichen Aktivitäten nach drinnen, wo es warm ist, nämlich ins Fitnessstudio. Das muss man mögen. Die allgemeine Stärkung der Muskeln durch stemmen diverser Gewichte tut auch dem Radfahrer gut, wo ja sonst eher Beine und Gesäß einseitig belastet und trainiert werden. Ein bisschen mehr Bauch-, Rücken- und Nackenmuskulatur sieht ja auch nicht schlecht aus. Aber wer schon mal eine halbe Stunde auf dem Spinningrad gesessen hat und im eigenen Saft schmoren musste, lernt auch die gewöhnungsbedürftigen Seiten eines Fitnessstudiobesuches kennen. Wenn dann noch die Lüftung nicht auf neuestem technischem Stand ist, sehnt sich nach frischer Frühlingsluft.

Dritte Option: Augen zu und durch. Das Rennrad wird mit dem Mountainbike getauscht und los geht es. Jeden Sonntag bei jedem Wetter, Standardrunde nach Meppen und zurück. Zweieinhalb Stunden je nach Bedingungen. Mal matschig feucht, mal frostig hart. Für weniger Motivierte gibt es einige Möglichkeiten abzukürzen, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Mit durchschnittlich sechs bis acht Radsportlern fiel die Teilnahme in diesem Winter erstaunlich hoch aus. Einmal sogar konnten wir eine Radsportlerin begrüßen. Abwechslung gab es auch, indem Einige auf Anraten eines niederländischen Mitglieds eine Moutainbike-Ausfahrt in der Nähe von Emmen besuchten. Am Sonntag den 20. November fuhren sieben Radsportler rund 30 km durch holländische Wälder und überwunden, sage und schreibe, 430 Höhenmeter. Das sollte man wiederholen.

 

Radlparty verkürzt die Wartezeit

Und auch die jährliche Radlparty verkürzt die Wartezeit auf besseres Wetter! Am 4. Februar organisierten Holger Willen und Jürgen Leigers eine ganz besondere Überraschung. Die 36 Teilnehmer staunten nicht schlecht, als zwei Kutschen auf dem Plesseparkplatz vorfuhren. Bis in den Abend hinein fanden die Pferde ihren Weg durch kleine Straßen rund um Haselünne. Unterbrochen durch einen Halt mit Kaffee und Kuchen endete die Tour in einem der griechischen Restaurants. Was dort geschah, ist nicht überliefert. Es hatte etwas mit dem hellenischen Nationalgetränk Ouzo zu tun. Wie heißt eigentlich die Mehrzahl von Ouzo? Ouzosse, Ouzen, Ousos?

 

Tour der kalten Füße

Der Winter ist dann vorbei, wenn die Tour der kalten Füße ansteht. Am 18. März fand der alljährliche Auftakt zur Rennradsaison statt. Mit einer Beteiligung von stolzen 24 Radsportlern war die Beteiligung erfreulich hoch. Obwohl am Morgen noch Regen angesagt war, hörten die Schauer dann auf, was hier und da zu unentschlossenen Absagen und erneutem Zusagen Anlass gab.
Los ging es bei der Tennishalle, die uns wieder einmal dankenswerterweise für das Umkleiden und abschließenden Kaffee und Kuchen zur Verfügung gestellt wurde. Rund 55 km ging es bei doch windigen Bedingungen durch das Hahnenmoor Richtung Berge und über Aselage und Herzlake zurück nach Haselünne. Vielen Dank an die Organisatoren Holger und Guido Hengemühle, die nicht nur ständig im Wind fuhren, sondern auch noch ihre Freundin Anna bzw. Ehefrau Sandra motivieren konnten, uns mit leckerem Kaffee, Kuchen und belegten Broten zu versorgen.


Und sonst noch?

In diesem Jahr startet die Tour de France in Düsseldorf. Da fahren wir hin! Vom 30.Juni bis 02.Juli geht’s per Rad am Samstag zum Prolog, einem kurzen Einzelzeitfahren und am Sonntag zum Start der ersten richtigen Etappe. Die Organisatoren Eddy Bethke, Willi Schulte und Guido Hengemühle planen wieder einmal alles akribisch durch, damit es den Teilnehmer an nichts fehlen wird. Herzlichen Dank dafür.

In diesem Jahr wird es neue Trikots für die Radsportler geben. Die Ausrüstung ist bestellt und wird für Mai erwartet. Dank dem unermüdlichen Einsatz von Holger Willen fanden sich Sponsoren, mit denen es natürlich im Mai einen Fototermin geben wird. Wir werden darüber berichten.

Trainingszeiten:
Ab Anfang April gibt es auch wieder die Trainingsausfahrten zu folgenden Terminen:
Mittwochs: Treffpunkt 18:15 Uhr am Plesseparkplatz
Donnerstags: Treffpunkt 18:00 Uhr an der Paulusschule
Sonntags: Treffpunkt zunächst 10:00 Uhr am Plesseparkplatz, später im Jahr auch früher auf Absprache.

 

Termine

 

 

 

 

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