Radsportwochende in Willingen

Höhenmeter für Flachlandtiroler

Datum: 25.08.2014

Radsportwochenende in Willingen

Wir haben in diesem Jahr in fast kompletter Mann(Frau-)schaftstärke ein Radsportwochende o im Hochsauerland absolviert. Es war für alle Beteiligten ein wunderbares Erlebnis und eine willkommene Abwechselung von der emsländischen Tiefebene.

Willigen 2014-einmal nicht emsländisch fahren!

6:00 Uhr Abfahrt Plesse – das ist brutal! So früh bin ich noch gar nicht wach! Pünktlich steht der Bus bereit, Räder und Gepäck einladen und los geht’s. Die Stimmung im Bus zeigt, dass ich nicht die einzige bin, die müde ist. Bei unserem Stopp Nähe Münster werden erstmal Kaffee und Brötchen verzehrt – leider regnet es. Da kommt nicht gerade Vorfreude aufs Radfahren auf. Die Gruppen werden eingeteilt. Da das Niveau sehr unterschiedlich ist, werden drei Gruppen gebildet, so kann jeder sein Tempo fahren. Als die ersten Berge in Sicht sind, kommen die ersten Bedenken, da soll ich mit dem Rad rauf?? Am Hotel angekommen werden schnell die Gepäckstücke entsorgt und es geht aufs Rad.

Es ist halbwegs trocken. Wir starten zur „Westliches Waldeck“ Tour ca. 62,73 km. -1.077 Hm. Gemütlich geht’s erstmal bergab durch Willingen – so kann´s weitergehen. Aber schon bald kommen die ersten Anstiege und mein Rad freut sich, dass ich nun endlich mal alle Gänge durchschalten kann. Die Anstiege sind doch sehr ungewohnt und der Puls geht ganz schön hoch, ich versuche ruhig zu atmen. Aber die Abfahrt entschädigt jedesmal für die Quälerei. Langsam macht´s richtig Spaß!

Auf der Hälfte der Strecke legen wir eine Pause ein. Hier treffen alle Gruppen wieder aufeinander und es werden bei Kaffee und Kuchen erstmal Erfahrungen ausgetauscht. Man merkt sofort, dass alle ganz begeistert von diesem nichtemsländischen Radeln sind.Weiter geht’s, die letzten 30 km abradeln. Angekommen im Hotel sitzen wird erstmal gemütlich auf der Hotelterasse und geniessen ein kühles Getränk. Entspannt wird später auch im Wellnessbereich des Hotels, das haben wir uns heute verdient.

Am zweiten Tag, die Sonne scheint, steht ein etwas anderes Programm auf dem Plan. Heute geht’s auf den Kahlen Asten ca. 78,25 km mit 1.100 Hm. Diesmal sind die Anstiege länger. Ich hab richtig Respekt. Die ersten Kilometer sind jedoch total entspannt, immer schön bergab. Doch dann geht’s so langsam hoch. Wir sparen Körner und radeln in einem relativ langsamem Tempo voran. Es kommt ja noch einiges auf uns zu.

Am ersten Tag waren die Anstiege kurz und knackig, diesmal lang – kilometerlang-, dafür aber nicht zu steil. Es läuft recht gut. Zwischendurch noch einen kleinen Halt und dann geht’s in die Serpentinen. Ich warte gespannt auf die schlimmen Anstiege. Doch überraschenderweise sind wir schon recht schnell auf dem kahlen Asten und es gibt eine kleine Stärkung. Runter geht’s dann mit Eiltempo, teilweise erzählt man sich von Geschwindigkeiten von über 78km/h, bei mir ist die Höchstgeschwindigkeitshemmschwelle schon bei 60 km/h erreicht.

Winterberg passieren wir noch im Eiltempo- bergab. Und dann geht’s noch ein wenig auf und ab. Jedoch als niemand mehr so richtig damit gerechnet hatte, kommen am Ende der Tour noch einige 12% ige Anstiege auf uns zu. Gut, dass ich hier den Rettungsanker einsetzen kann. So nehme ich nochmal die letzten Kräfte zusammen und quäle mich hoch.Bin schon einigermaßen glücklich, dass geschafft zu haben. Danach bin ich allerdings auch ziemlich froh, als das Hotel endlich in Sichtweite erscheint. Abends geniessen wir mal wieder das schöne Buffett und der Abend klingt gemütlich auf der Terrasse aus.

Sonntags bricht dann der letzte Tourtag an.Heute noch eine kleine nette „Diemelseerunde“ von 49 km mit ca. 683 Hm bei schönem Sonnenschein radeln. Viel zu schnell, ging doch wieder dieses Wochenende vorüber! Nachdem ich am Freitag noch gedacht habe, dieses fahren brauche ich auch nicht jedes Wochenende, bin ich doch jetzt schon wieder etwas traurig. Demnächst wird wieder ohne Berge geradelt. Die Touren durch Bippen und Berge haben jetzt schon irgendwie ihren Reiz verloren. Gegen Abend treffen alle mit dem Bus wieder in Haselünne ein. Es war ein gelungenes Wochenende ohne Stürze und mit wenig Pannen!

Andrea Mimjähner

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