Fahrt zur Rad-WM 2012

Haselünne-Geldern-Valkenburg-Aachen

Datum: 24.09.2012

Fahrt zur Rad-WM nach Valkenburg

An dieser Stelle noch einmal Willi's hervoragender "Blog aus dem Gästebuch, garniert mit den detaillierten Streckenverläufen zum digitalen nachfahren der Tour. Bilder folgen kurzfristig in unserer "Galerie"

Der HSV-Radsport auf dem Weg zur Radweltmeisterschaft ins südholländische Valkenburg (Provinz Limburg)!

1.Tag: Fr., 21.09.12. Abfahrt in Haselünne um 07:40 Uhr. Temperatur: 8° (steigt später bis auf 14°). Es ist trocken und bleibt trocken!!! Pausen werden eingelegt in Salzbergen (km 50), Legden (km 95) und vor Wesel (km 150). 27 Radler und 3 PKW-Fahrer sind unterwegs. Keine Stürze, keine Pannen. Bei ständigem Gegenwind gleichmäßiges Tempo von ca. 30 km/h. Ankunft nach 191 Kilometern im Hotel Seepark Janssen (sehr zu empfehlen) in Geldern um 15:40 Uhr. Alle Fahrer haben, ohne den Bulli nutzen zu müssen, das Ziel erreicht!!! Die "Unterwegsverpflegung" war top! Keine besonderen Vorkommnisse. Allerdings wurden wir nach dem passieren der Rheinbrücke in Wesel netterweise von der Polizei begleitet:-) Die Tour hat Spaß gemacht und nun lassen wir uns was Schweiniges und was Fischiges schmecken und lassen dann den Abend bei gepflegten Getränken ausklingen.

Hier die Strecke der 1. Etappe Haselünne-Geldern, für eine detaillierte Ansicht bitte auf "Details anzeigen" klicken (Hinweis: Sollte die Einheiten in Meilen angezeigt werden, bitte oben rechts im neuen Fenster auf "Anzeigen in metrisch" klicken)

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2. Tag: Ziel erreicht! Abfahrt in Geldern um 08.30 Uhr. Es regnet leicht, aber es regnet. So ein Mist. Aber es ist nicht mehr so kalt. Also treten was die Beine her geben. Der Wind steht heute besser und oh Wunder, mit jedem gefahrenen KM wird das Wetter besser. Letztlich kommen wir bei strahlendem Sonnenschein über Valkenburg nach Aachen.
Es rollt vom Start weg gut und nach 50 KM erreichen wir die erste Verpflegungsstelle auf dem Parkplatz eines romantisch gelegenen Cafes an einem Mühlenbach. Die ersten Klamotten fliegen schon aus. Es wird wärmer und gleichzeitig die Strecke welliger. Gar so schnell gehts nun ncht mehr vorwärts. Aber die Stimmung im Feld ist gut und alle sind soweit prima dabei. Kleinere Wehwechen bleibt unerwähnt.
Direkt vor der Grenze zu NL legen wir nach 90 KM die zweite Rast ein. Unser heiß ersehnter Kaffeestop. Die Sonne lacht vom Himmel. Es werden schon schnell die ersten Räder geputzt und einige laufen gar schon barfuß durch die Gegend. Kommt etwa der Sommer zurück? Rüber nach Holland. Die Landschaft wird immer hügeliger aber dabei auch schöner. Wers nicht glaubt, sollte mal in dieses Dreiländereck von Deutschland, Belgien und Holland fahren. In Holland herrscht übriges striktes Radweggebot. Auch als große Gruppe. Wir halten uns daran. Über eine kleine kurvige und abschüssige Straße erreichen wir die WM-Stadt Valkenburg. Zur Zeit findet gerade das Damenrennen statt. Der Zielanstieg am Cauberg ist dicht belagert und gerade die NL-Fans machen mächtig Alarm. Hoffen sie doch auf ihre Lokalfavoritin Marianne Vos,.... de letztlich auch gewinnt.
Für uns heißt es jetzt aber die letzten 30 KM bis zu unserem Hotel in Aachen unter die Räder zu nehmen. Und dann gehts los. Am höchsten Berg Hollands vorbei will die letzte Serpentinenstraße einfach nicht enden."Und das soll Holland sein....?" höre ich jemanden sagen. Stimmt, die herrliche Landschaft hat fast schon Mittelgebirgscharakter. Na ja, fast... Hier fährt jeder wie er kann oder will und oben wird gewartet. Für die einen bedeutet solch ein Hügel jede Menge Spaß. Für die anderen ist es reine Quälerei. Man sieht es so manch einem Gesicht an. Nach diesem letzten Highlight wartet aber auch schon direkt hinter der Grenze in Aachen unser Hotel. Alle haben auch heute das Ziel erreicht. Wieder keine Pannen und auch keine gefährlichen Momente. Super Landschaft und immer besseres Wetter machten auch diesen Radtag zu einem Erlebnis. Um 15:45 Uhr können wir unsere Drahtesel in die Ecke stellen und haben nach rund 148 KM eine Dusche und eine leckeres Essen verdient. Letzteres haben wir soeben in der "Oper" zu uns genommen. Morgen gehts wieder nach Valkenburg zum WM-Rennen der männlichen Radprofis. Ein Riesenspektakel dürfte uns erwarten.

Und hier die 2. Etappe Geldern-Valkenburg-Aachen:

 

3. Tag: In aller Kürze. Wir haben bei bestem Wetter eine ganz tolle Weltmeisterschaft erlebt. Die Beigeisterung der Holländer und der Belgier für den Radsport ist unglaublich. Mit Worten eigentlich nicht zu bespreiben, so herrlich verrückt. Und dabei total friedlich! Was dem Fußballer sein Wembley und dem Tennisspieler sein Wimbledon ist für die Radler der Cauberg in Valkenburg. Und genau dieser Cauberg (bis zu 11 % steiler Schlussanstieg des WM-Courses) war heute fest in Haselünner Hand. Und mit Philippe Gilbert gewinnt ausgerechnet der von uns vorher auserkorene Topfavorit. Die belgischen Supporters waren seelig und ich nass vom Bier, welches bei Zieldurchfahrt des Siegers irgendwann von oben wieder runter kam.

Dieser Tag hat sich voll gelohnt, ich glaube sagen zu dürfen, wie die ganze Reise!! Gerade haben wir unsere Energiespeicher wieder aufgeladen. Diese werden wir morgen auch gebrauchen, stehen doch für einige von uns rund 300 km bei vorausgesagtem Regen, aber immerhin günstigem Wind auf dem Plan. Hoffentlich gelingt es.

 

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