RTF Steinfurt

Datum: 01.04.2012

RTF Steinfurt (mit Kachel-Mann und seinem Co.)

5 Grad, stürmischer Wind der einen fast vom Rad haut, anfänglicher Regen….. und dann mit über 60 Kilometer in der Stunde die Hügel runtergeknallt! Radlerherz was willst du mehr! Das Wort „Klassikerwetter“ machte immer wieder die Runde. Und tatsächlich konnte man sich ein klein wenig an die „Ronde van Vlaanderen“ erinnert fühlen. Im zweiten Streckenteil kleine, winklige Sträßchen, zum Teil in fiesem Zustand und fast immer mit Dreck verschmiert bzw. mit Splitt garniert. Für März auch schon eine Menge Höhenmeter. Altenberge, Darup, bei irgend so einem Schloß hoch, Schöppinger Berg. Man möchte immer noch kleiner schalten, aber unten im Getriebe gehen einem die Ritzel aus. Und immer wieder Wind, Sturm, Orkan (na ja ein bisschen übertrieben), natürlich ausschließlich von vorn….! Gefahren wird permanent am Anschlag. Etwas anderes ist auf keinen Fall erlaubt. Bloß keine Gruppe weglassen. Festbeißen und dranbleiben so gut es geht. Und dann geht doch auf einmal nix mehr. Windkante und immer wieder Windkante. Hinter jeder Kurve eine neue Situation. Wenn du nicht unter den ersten fünf sechs Leuten bist, bist du irgendwann weg. Und eine dieser Windkanten wird mir zum Verhängnis. Irgendwie geht mir die Straße aus und hänge voll im Wind und muss…… reißen lassen. Schei… Oder auch nicht. Vielleicht gut dass die ersten weg sind. Es waren eh nur ein gute Hand voll junger „Trimmfahrer“ (so heißen heutzutage die Lizenzrennfahrer). Aber dann kommen schon wir. Denn an einer geschlossenen Bahnschranke endet meine halbstündige Alleinfahrt und ich kann mit Matthias und vier anderen (u. a. mit Heinz und Heini aus Rütenbrock) „gemeinsame Sache“ machen. Aber so recht harmonieren will unsere sechs Mann starke Verfolgergruppe nicht. Ist aber auch verdammt schwer bei dem Sturmgebraus eine vernünftige Reihe aufzumachen. Also machen wir das, was wir eigentlich gar nicht wollen aber trotzdem wieder tun: Volle Pulle am Anschlag fahren! An der letzten Kontrolle noch mal schnell mit einem Stück Pumpernickel den drohenden Versorgungsengpass bekämpft. Um dann auf den letzten zehn Kilometern noch einmal bei heftigstem Seitenwind und einem wilden Ritt über den Grünstreifen (fette Böe, kleine Welle und schon radelt man bei 35 km/h auf der Wiese. Tip: Dann Gewicht nach hinten verlagern und bloß keine Maulwurfshaufen treffen) nach knapp 110 Kilometern das Ziel in Steinfurt zu erreichen. Es waren zwar nicht wirklich viele HSVer bei der Pumpernickel-Tour am Start, genau genommen nur Matthias und ich, aber wir beide haben alles gegeben. Wie sagte Matthias: Eine Kaffeefahrt war das heute nicht. Stimmt! Sollte es aber auch nicht sein! Wir beide hatten viel Spaß heute und haben uns im übrigen prima ergänzt. Matthias kommt die Berge nicht runter…… und ich komme die Hügel nicht rauf!! Aber flott waren wir trotzdem. So ca. Dreieinviertelstunden unterwegs und gute zweiunddreißigkilometerinderstunde schnell. Und das bei diesen Bedingungen.

(Willi S.)

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